Ressourcen TCM Compliance 2026: Was die TAF/TAP TSI von Eisenbahnverkehrsunternehmen verlangt
In ganz Europa sollen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) strukturierte Zugbildungsdaten in einem einheitlichen Format an Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) übermitteln. Die zentrale Meldung ist die Train Composition Message (TCM, auch Zuginhaltsdaten). Im Güterverkehr ist sie in der TAF TSI definiert. Im Personenverkehr gilt die entsprechende PTCM nach der TAP TSI. Fristen und technische Details unterscheiden sich von Land zu Land, und in mehreren Netzen gilt die Anforderung bereits.
Für viele Betreiber bedeutet das TCM noch immer, Daten aus Planungs- und Zugbildungssystemen in ein Portal abzutippen, teilweise bis zu eine Stunde pro Zug. Dieser Artikel erklärt den regulatorischen Rahmen, welche Daten ein TCM enthält, woher diese Daten stammen sollten und wie sich der Prozess automatisieren lässt.
Die Meldungsformate und das Datenmodell stammen aus zwei Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI): der TAF TSI für den Güterverkehr (Verordnung (EU) Nr. 1305/2014) und der TAP TSI für den Personenverkehr (Verordnung (EU) Nr. 454/2011). Die Mindestelemente, die EVU und EIU für die Zugbildung austauschen, sind in der TSI OPE (Durchführungsverordnung (EU) 2019/773) festgelegt.
Betroffen sind EVU und EIU im Anwendungsbereich der TSI. In der Praxis muss ein EVU die Anforderungen jedes Netzes erfüllen, auf dem es fährt. Für den Meldungsaustausch wird ein UIC Company Code benötigt.
Das System des EVU sendet das TCM über eine Common Interface an den Infrastrukturbetreiber. Dieser antwortet mit einer Empfangsbestätigung oder, wenn der Inhalt nicht konform ist, mit einer Fehlermeldung. Nicht konforme Meldungen können abgelehnt werden, und die Folgen wiederholter Fehler richten sich nach den Regeln des jeweiligen Netzes.
Der beste Schutz ist eine Validierung, bevor die Meldung Ihr System verlässt, nicht erst nach der Ablehnung durch den Infrastrukturbetreiber.
| Datenblock | Beispiele | Herkunft in SoftRail |
|---|---|---|
| Zugidentifikation | Betriebliche Zugnummer (OTN), Startdatum | LogiShift (geplanter Laufweg, in VerForm importiert) |
| Zugmerkmale | Gesamtlänge, Gesamtmasse, Höchstgeschwindigkeit, Anzahl der Fahrzeuge | VerForm Zugbildung (Höchstgeschwindigkeit ist der niedrigste Wert aller Fahrzeuge) |
| Traktion | Lokomotivnummer, Traktionsmodus und Traktionstyp | VerForm Zugbildung |
| Wagen | Wagennummer, Position im Zug, Achsen, Bremsdaten, Höchstgeschwindigkeit, Ladung | VerForm Zugbildung |
| Gefahrgut | UN-Nummer, Gefahrnummer, RID-Klasse, Verpackungsgruppe, Nettomasse | VerForm Zugbildung |
Zur Einordnung: Ein Betreiber mit 10.000 Zügen pro Jahr könnte bis zu 10.000 Arbeitsstunden für manuelle Eingaben aufwenden.
Das TCM entsteht aus der Zugbildung, daher wird es in VerForm erstellt und versendet. LogiShift liefert die Zugnummer über den geplanten Laufweg, den VerForm importiert. Der Prozess umfasst fünf Schritte, siehe rechts.
Wir konfigurieren die Common Interface Verbindung mit den Infrastrukturbetreibern, mit denen Sie arbeiten. Je nach Netz kann ein Zertifikat von RNE erforderlich sein, das das Eisenbahnverkehrsunternehmen mit unserer Unterstützung einholt.
VerForm verwaltet außerdem unterschiedliche nationale Vorschriften und Dokumentformate in einer Plattform, konfigurierbar pro Land und pro Aktivität. Das ist wichtig für Betreiber im grenzüberschreitenden Verkehr, da jedes Netz eigene Meldungsversionen und Felder erwartet. Alle SoftRail Module sind miteinander integriert und bieten iOS und Android Apps mit Offline-Funktion.
Eine Train Composition Message ist eine standardisierte Meldung, die die Zusammensetzung eines Zuges beschreibt: Fahrzeuge, Gewichte, Personal, Trassen und Beschränkungen.
Die TAF TSI (Verordnung (EU) Nr. 1305/2014) für den Güterverkehr und die TAP TSI (Verordnung (EU) Nr. 454/2011) für den Personenverkehr. Die TSI OPE (Durchführungsverordnung (EU) 2019/773) legt die Mindestelemente fest, die zwischen EVU und Infrastrukturbetreiber ausgetauscht werden.
Eisenbahnverkehrsunternehmen, die auf Netzen fahren, in denen die TAF/TAP Anforderungen gelten. Die Regeln unterscheiden sich je nach Infrastrukturbetreiber, prüfen Sie daher jedes Netz, auf dem Sie fahren.
Der Infrastrukturbetreiber kann die Meldung ablehnen und eine Korrektur verlangen. Weitere Folgen richten sich nach den Regeln des jeweiligen Netzes.
Sie benötigen eine Software, die TAF/TAP konforme Meldungen erzeugt und über eine Common Interface mit dem Infrastrukturbetreiber verbunden ist. Sie können auch einen Dienstleister beauftragen, der die Meldungen in Ihrem Namen versendet.
Bereit für das TCM? Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie Sie Zugbildungen heute erstellen und versenden.